Ausstellungsräume

Die Räumlichkeiten der Ausstellung zeigen Gemälde des Grafen und späteren Fürsten Anton Günther II., der Schwarzburg-Arnstadt von 1681-1716 regierte, sowie seiner Gemahlin Auguste Dorothea und weiterer Persönlichkeiten aus dem politischen und wissenschaftlichen Leben um 1700. Schwerpunkt der Ausstellung sind die Jahre 1703 bis 1704, als Johann Sebastian Bach in Arnstadt wirkte. Faksimiles von Dokumenten über Bachs Orgelprobe, sein Anstellungsvertrag, Protokolle seiner Verhöre vor dem Konsistorium, Besoldungsquittungen und ein Stammbaum der Arnstädter Bache laden zum Verweilen ein. An Hörstationen erklingen Werke von Johann Sebastian Bach. Ein Modell zeigt die Neue Kirche, wie sie Bach gesehen haben muss.

Der Orgelspieltisch von 1703 sowie die Nachfolgespieltische von 1864 und von 1903 gehören zu den bedeutendsten Exponaten der Ausstellung.
Die Ausstellung wird bereichert durch eine Es-Alt-Barockposaune, ein Nachbau der Meisterwerkstatt für Metallinstrumente Voigt, Markneukirchen, nach dem Vorbild der Nürnberger Instrumentenbauer Ehe des 18. Jahrhunderts und einen Bass-Dulcian, ein Nachbau der Firma MOECK. Die Posaune war eines der gebräuchlichsten Instrumente der Stadtmusikanten vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Ein Dulcian ist eine Frühform des Fagotts, welches nachweislich Caspar Bach in Arnstadt spielte. Abschließend erfährt der Besucher Interessantes zur Bachrezeption in Arnstadt.