Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Buchempfehlung von Ute Wall, Bibliothekarin der Stadt- und Kreisbibliothek Arnstadt:

„Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“
von Joel Dicker

Natürlich lagen unter unserm Weihnachtsbaum auch Bücher. Das dickste und schwerste war ein Geschenk der Tochter mit wärmster Empfehlung und Aussicht auf  atembereuabendes Lesevergnügen. Ich nahm den Wälzer in die Hand und von da an konnte und wollte ich nur noch lesen, lesen, lesen …
Dem Schweizer Autor ist ein großer Wurf gelungen, ein bestsellerverdächtiger Schmöker, fesselnd bis zum Schluss und dabei ein exzellenter Genre - Mix vom Feinsten: ein Kriminalfall mit Thrillerelementen gewürzt mit den Irrungen und Wirrungen der Liebe im amerikanischen Kleinstadtmief mit skurrilen, undurchsichtigen Typen, die alle irgendwie ihre Leiche im Keller haben und ganz nebenbei Seitenhiebe auf Literatur- und Medienbetrieb.

Zum Plot: Im Garten des großen Autors Harry Quebert wird die Leiche der vor 33 Jahren auf mysteriöse Weise verschwundenen 15-jährigen Nola gefunden. Bei ihrer Leiche wurde das Manuskript seines Erfolgsromans mit handgeschriebener persönlicher Widmung gefunden. Für alle ist klar, der Autor, der bisher von allen verehrte Sonderling ist der Mörder.  Nur Marcus Goldman, sein ehemaliger Schüler und einziger Freund, mittlerweile selbst ein von den Medien hochgejubelter Erfolgsautor, allerdings gerade in einer Schreibkrise, ist von seiner Unschuld überzeugt und unternimmt Ermittlungen auf eigene Faust. Mit ihm hetzen wir von einer heißen Fährte zur nächsten, erleben völlig überraschende Wendungen und raffinierte Verstrickungen. Es ist flott geschrieben und fesselnd bis zur letzten Seite.