Kulturbetrieb Arnstadt

Bachaustellung

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Am 19. Dezember 2009 wurde nach Auszug aus dem
Multimediakino

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Das Multimediakino zeigt einen 12-minütigen Film über
Ausstellungsräume

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Die Räumlichkeiten der Ausstellung zeigen Gemälde des
Stadtführungen

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Wussten Sie, dass es in Arnstadt sage und schreibe 19
Orgelspieltisch

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Highlight ist der Orgelspieltisch, an dem Johann
Historische Details

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Werfen Sie einen Blick auf einmalige Besonderheiten
Bachaustellung Am 19. Dezember 2009 wurde nach Auszug aus dem einstigen Domizil, dem Haus zum Palmbaum, einem 1589 errichteten bemerkenswerten Bürgerhaus am Arnstädter Markt, die Ausstellung "Bach in Arnstadt" im Mehr
Multimediakino Das Multimediakino zeigt einen 12-minütigen Film über Johann Sebastian Bachs erste Organistenstelle an der Neuen Kirche in Arnstadt. Der Kirchenmusikdirektor Gottfried Preller spielt Bachs Toccata u Mehr
Ausstellungsräume Die Räumlichkeiten der Ausstellung zeigen Gemälde des Grafen und späteren Fürsten Anton Günther II., der Schwarzburg-Arnstadt von 1681-1716 regierte, sowie seiner Gemahlin Auguste Dorothea und we Mehr
Stadtführungen Wussten Sie, dass es in Arnstadt sage und schreibe 19 verschiedene Orte gibt, an denen die Musikerfamilie Bach gelebt und gewirkt hat? Mehr
Orgelspieltisch Highlight ist der Orgelspieltisch, an dem Johann Sebastian Bach in der Neuen Kirche in Arnstadt spielte. 1699 war mit dem Mühlhäuser Orgelbauer Johann Friedrich Wender der Vertrag über den Neubau e Mehr
Historische Details Werfen Sie einen Blick auf einmalige Besonderheiten wie z.B. die abgerundeten Elfenbeintasten oder die Tabulaturniederschrift der Fantasia c-Moll. Diese Handschrift konnte erst 1983 durch eingehende S Mehr

Die Residenzstadt Arnstadt

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Als Johann Sebastian Bach im Sommer 1703 nach Arnstadt kam, wusste niemand, wie lange er bleiben würde, aber er war willkommen und fand ideale Ausgangsbedingungen, die auf sein berufliches und privates Leben nachhaltig wirkten.

Johann Sebastian lebte inmitten der weitverzweigten und alteingesessenen Bach-Familie und ihrer Verwandten. In Arnstadt erhielt Bach seine erste Organistenstelle, hier hatte er Gelegenheit, seine musikalischen Prägungen auszubauen und zu vervollkommnen, und in Arnstadt erlebte er seine erste Liebe. Endlich hatte der regierende Graf und spätere Fürst Anton Günther II. wieder einen Bach, nach dem er bereits 1693 verlangte, als der Stadt- und Hofmusiker Johann Christoph Bach gestorben war.

Um 1700 erlebte die Stadt einen politischen, wirtschaftlichen und geistig-kulturellen Neubeginn. Dem absolutistischen Zeittrend folgend, wurde an vielen thüringischen Fürstenhäusern der Prunk führender europäischer Höfe nachgeahmt. Das Musik- und Theaterwesen blühte auf.

Arnstadt war die Residenz von Fürst Anton Günther II. Er regierte Schwarzburg-Arnstadt von 1681-1716 und unterstellte die Verwaltung, die Zünfte, das Gesundheitswesen und die Polizei der gräflichen Regierung. Wissenschaft und Künste wurden auf hohem Niveau gepflegt. Mit seiner besonderen Vorliebe für Musik förderte er das gesamte kulturelle Leben in der 3800 Einwohner zählenden Stadt. Als leidenschaftlicher Sammler besaß der Graf eine umfangreiche Münzsammlung, eine Gemäldegalerie und eine Bibliothek.

Bedeutende Wissenschaftler und Künstler wirkten nun in Arnstadt, wie z. B. die Numismatiker Andreas Morelli und Christian Schlegel, der Historiker Johann Christoph Olearius sowie der Konsistorialsekretär Salomo Franck. 1683 berief Anton Günther II. den Kapellmeister Adam Drese aus Jena zur Leitung seiner Hofkapelle, der eine neue Blütezeit der Arnstädter Hofmusik herbeiführte.  Als Paul Gleitsmann 1701 die Hofkapelle übernahm, fand er einen mit 22 Musikern ausreichend besetzten und bedeutenden Klangkörper vor.