Das Schlossmuseum Arnstadt

Das Schlossmuseum Arnstadt gehört zu den zahlreichen Thüringer Museen, die sowohl ihren baulichen Bestand als auch den größten Teil ihrer Kunstsammlungen fürstlicher Initiative verdanken.

Fürst Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (reg. 1720–1740) ließ von 1729 bis 1734 das Fürstliche Palais in Arnstadt als späteren Witwensitz für seine Gemahlin Elisabeth Albertine, geb. Prinzessin von Anhalt-Bernburg (1693–1774), errichten. Als Doppelpalais in Form einer Dreiflügelanlage diente es den Wohn- und Repräsentationsbedürfnissen des Fürstenpaares bei Aufenthalten in der Nebenresidenz Arnstadt. Hier konnten der Fürst und seine Gemahlin ihre umfangreichen Kunstsammlungen unterbringen und sie standesgemäß präsentieren.

Das heutige Schlossmuseum im Neuen Palais zeigt in den rekonstruierten Barockräumen der südlichen Beletage Möbel und Kunstschätze aus dem ehemals fürstlichen Bestand. Im Erdgeschoss des südlichen Corps de logis kann der Besucher durch die imposante Puppenstadt „Mon plaisir“ mit ihren Häusern und Stuben wandern, im Dachgeschoss finden wechselnde Sonderausstellungen statt.