Die ehemalige Suite des Fürsten

Die Räumlichkeiten der ehemaligen Suite des Fürsten in der südlichen Beletage zeigen teilrekonstruierte barocke Raumfassungen, in denen Möbel und zahlreiche Kunstobjekte der fürstlichen Sammlung des 18. Jh.s präsentiert werden.

Die im Licht strahlende Pracht exzellent geschnittener Pokale deutscher Meister aus der ersten Hälfte des 18. Jh.s – u.a. der thüringischen Glasschneider Alexander Seifferd, Samuel Schwartz, A.F. Sang und des Meisters „IH“ – steht in angenehmem Kontrast zur Ruhe der bemalten, dunklen Tapetenbahnen an den Wänden aus der gleichen Zeit.

In den Räumen findet man neben Kleinodien der alten fürstlichen Sammlung wie Kabinettschränken, einer englischen Stutzuhr und eines italienischen Barometers auch Porträts deutscher und europäischer Herrscher. In die Zeit der Renaissance entführen ein „Willkomm“ in Form eines vergoldeten Adlerpokals, flämische Bildteppiche sowie zwei Porträts des mit diesen Exponaten verbundenen Grafenpaares: Graf Günthers XLI., des Streitbaren (1529–1583), der das Renaissanceschloss Neideck erbauen ließ, und seiner Gemahlin Katharina von Nassau (1543–1624).